Darmgesundheit

Tipps für ein gutes Bauchgefühl

Stand: 08.03.2021

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Die Gesundheit sitzt im Darm – und ist es um unseren Verdauungstrakt gut bestellt, können wir ein ausgeglichenes und unbeschwertes Leben genießen. Doch Darmgesundheit ist mehr als nur eine gute Verdauung. Das wachsende Verständnis über die Rolle, die unser größtes Organ für unser Leben spielt, hilft uns rundum gesund zu bleiben. Grund genug, unsere innere Mitte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

AUFBAU DES MAGEN-DARMTRAKTES

Die Verdauung beginnt schon im Mund mit der Aufspaltung der Nahrung durch verschiedene Enzyme. Die zerkleinerten Nahrungsstücke gelangen über die Speiseröhre in den Magen, dann über den Dünndarm in den Dickdarm. Die Nahrungsreste werden über den Mast- und Enddarm ausgeschieden. Der Darm ist in Schlingen gelegt und in etwas fünf bis sieben Meter lang und mit einer Schleimhaut und Darmzotten ausgekleidet. Der ganze Bereich ist durchzogen von einem Geflecht aus Muskeln und Nervenfasern.

VERDAUUNG – SO LÄUFT SIE AB

  • Im Magen: Ein Großteil der schädlichen Bakterien, die über die Nahrung in den Organismus gelangen, wird im Magen zerstört: Die Salzsäure im Magen säuert den Speisebrei und senkt den pH-Wert so, dass Bakterien nicht überleben können. Das Enzym Pepsin ist für die erste grobe Zerlegung der Eiweiße zuständig.
  • Im Dünndarm: Im Dünndarm werden Verdauungssäfte zugemischt und Nährstoffe aufgespalten. Erst am Ende des Dünndarms wird Vitamin B12 aus den Speiseresten geholt.
  • Im Dickdarm: Die Darmwand ist von Zotten übersät, die deren Oberfläche vergrößern und eine riesige Resorptionsfläche erzeugen. Dadurch können sehr viele Zellen in der Darmwand die ankommenden Nährstoffe zur gleichen Zeit aufnehmen. Die Bakterien in unserem Darm machen bis zu drei Kilogramm unseres Körpergewichtes aus. Sie senden sogar Botschaften an das Gehirn, ob Angst oder Freude angebracht sind und beeinflussen auch den Appetit. Unverdauliche Ballaststoffe dienen den Darmbakterien teilweise als Futter, sonst werden sie weiter zum Ausgang transportiert.
  • Mast- und Enddarm: Am Ende des Dickdarms, im sogenannten Mastdarm, lagert der jetzt zu Kot gewordene eingedickte Speisebrei, bis er ausgeschieden wird.

DARMFLORA KURZ ERKLÄRT

Gesunde Bakterien für das Immunsystem

Beim ersten Hören klingt es befremdlich und vielleicht sogar bedrohlich, ist aber für viele Funktionen im Körper unerlässlich und ganz natürlich: Unsere Darmwand ist von vielen Billionen Bakterien besiedelt. Diese Darmflora setzt sich bei jedem Menschen unterschiedlich aus bis zu 1000 verschiedenen Arten von Mikroorganismen zusammen. Wissenschaftlich korrekt nennen wir sie das Mikrobiom des Darms.

Was machen die Bakterien in unserem Darm?

Die Mikroorganismen im Darm stellen einen wesentlichen Bestandteil des Immunsystems dar. Sie wehren körperfremde Bakterien ab und verhindern Infekte. Sie versorgen Zellen der Darmschleimhaut mit Energie und erhalten so die intakte Barriere zwischen Darminhalt und Blutbahn. Dies ist besonders wichtig, um Allergien vorzubeugen. Einzelne Bakterientypen arbeiten zudem an der Produktion von Folsäure und Vitamin K mit. Auch auf die Verstoffwechslung bestimmter Ballaststoffe und die Bewegung des Darms haben die Bakterien einen entscheidenden Einfluss.

Das stört die Darmflora

Bei bakteriellen Infekten verschreibt der Arzt oft Antibiotika. Vom Griechischen abgeleitet, richten sich diese Medikamente „gegen das Leben“ einzelner Bakterienstämme. Diese Wirkung befreit von krankmachenden Bakterien und macht den Körper erst einmal gesund. Leider wirken die Antibiotika immer auch auf gesunde Bakterien und schwächen dadurch die Darmflora. Das macht den Organismus für spätere Infekte anfälliger. Nicht nur Antibiotika verändern die Zusammensetzung der Darmbakterien, auch Stress und Ernährung lassen bestimmte Bakterienstämme wachsen, während andere verkümmern.

Mikroorganismen für den Darm

Probiotika bauen unsere Bakterienflora auf (griechisch, „für das Leben“). Sie bestehen aus guten Bakterien, die sich im Darm ansiedeln und eine gesunde Bakterienflora erzeugen. Bekannt als probiotischer Zusatz im Joghurt, kommen sie auch natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut, Most und Joghurt vor. Sobald diese Produkte zum Haltbarmachen pasteurisiert werden, sterben die Bakterien allerdings ab und verlieren ihre Wirkung. Produkte wie Biosa Balance und Kanne Brottrunk enthalten eine besonders hohe Anzahl lebendiger Bakterien.

Hochkonzentrierte Darmpräparate sind aus mehreren Bakterienstämmen zusammengesetzt. Sie werden bei einer sogenannten Darmsanierung eingenommen und bauen die Bakterienflora auf. In Pulver oder Kapseln sind die Bakterien sicher verpackt gegen die aggressive Magensäure und gelangen bis in den Darm, zum Beispiel Darmflora plus und Darmflora restore von Sanatura oder Dr. Wolz Darmflora plus select intensiv. Studien zeigen positive Effekte dieser Probiotika auf Immunsystem, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmerkrankungen. Die komplette Wirkung der Mikroorganismen auf unsere Gesundheit ist noch nicht vollständig erforscht. Ein großes Potential bringen sie aber definitiv mit!

BEWEGUNG für einen gesunden Darm

Ideal ist ein sanftes, regelmäßiges Ausdauertraining. Am besten eignen sich Radfahren, Walken, Schwimmen oder Joggen. Ein flotter Spaziergang und viel Bewegung im Alltag regen den Darm an.

SO TUE ICH MEINEM DARM ETWAS GUTES

Vitamine und Mineralstoffe: Angeblich verringert Calcium gemeinsam mit Vitamin D das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Eine zusätzliche Vitamin D Einnahme wird empfohlen, da der Bedarf an Vitamin D über die Nahrung nur zu geringen Teilen zu decken ist und zu 90% von der Sonneneinstrahlung und der daraus resultierenden Eigensynthese im Körper abhängt. Zudem trägt Vitamin D zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Magnesium unterstützt die normale Funktion der Muskeln und damit die Darmperistaltik sowie einen geregelten Stuhlgang.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Viele Pflanzen enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die dem Darm sehr guttun. Bitterstoffe, aus Pflanzen wie zum Beispiel Enzian, Artischocke, Brennnessel und Grapefruit regen die Speichelbildung an, so dass Nahrung besser transportiert werden kann. Durch den schnelleren Transport wird die Darmschleimhaut besser durchblutet, was zu einer besseren Verwertung der Nahrungsbestandteile führt. Außerdem nimmt der Heißhunger ab. Mit dem Bitte bitter Spray von Sonnenmoor kann man Versuchungen leichter widerstehen. Gerbstoffe, die in hoher Menge in der Heidelbeere, Eiche und im Blutwurz vorkommen, reinigen die Darmschleimhaut und binden Schadstoffe. Scharfstoffe, zum Beispiel im Ingwer oder Cayennepfeffer, kurbeln die Verdauung an und wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Ingwer kann helfen bei Übelkeit, Durchfall, Blähungen oder Appetitlosigkeit. Bei Reiseübelkeit sind Ingwertabletten oder Tropfen möglicherweise hilfreich. VITA NOVA Empfehlung: BIO Ingwer Tropfen von Hübner.

Enzyme: sind für sämtliche Stoffwechselprozesse in unserem Körper unerlässlich, auch für die Abläufe während der Verdauung. Um Magen und Darm zu unterstützen, können zusätzliche Enzyme eingenommen werden. Eiweißspaltendes Bromelin aus Ananas oder Papain aus Papaya helfen z.B. bei der Verdauung von reichhaltigen Fisch- oder Fleischmahlzeiten.

Präbiotika: Damit unsere Darmbakterien ihre positive Wirkung voll entfalten können, brauchen sie Energie. Diese bekommen sie über sogenannte Präbiotika. Das sind unverdauliche Ballaststoffe wie Inulin, die bis in die Darmabschnitte gelangen, in denen sich hungrige Bakterien aufhalten. Chicorée, Topinambur, Spargel, Lauch, Zwiebeln enthalten besonders viel davon. Auch kalte Kartoffeln, zum Beispiel im Kartoffelsalat sind richtig gesund: Die enthaltene resistente Stärke wird von den Bakterien zu Fettsäuren umgebaut. Diese pflegen die Zellen der Darmschleimhaut. Wer Ballaststoffe nicht gewohnt ist, sollte vorsichtig dosieren. Bei der Verstoffwechselung entstehen Gase, die zu Blähungen führen.

Trockenfrüchte: Stress oder eine zuckerreiche, ballaststoffarme Ernährung können zu unangenehmen Verstopfungen führen. Ungeschwefelte Trockenfrüchte, wie Pflaumen oder Feigen, führen hier sanft aber wirksam ab. Wichtig: Mindestens ein großes Glas Wasser dazu trinken, so können die Ballaststoffe aus den Früchten im Darm quellen und die Darmperistaltik anregen. Alternativ Pflaumensaft trinken.

Bitterstoffe - stark für die Gesundheit

Auf dem Speiseplan des modernen Menschen sind Lebensmittel die Bitterstoffe enthalten mit der Zeit immer weiter nach hinten gerückt. Alles was bitter ist, stößt bei uns zunächst instinktiv auf Ablehnung, denn was unsere Vorfahren wussten: Ein bitterer Geschmack könnte auf etwas Giftiges oder Verdorbenes hinweisen. In Maßen genossen sind Bitterstoffe gesund für uns. 

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ZUSAMMENGEFASST - 6 TIPPS FÜR DEN ALLTAG

  1. Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag
  2. Ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Vollkornprodukten
  3. Viel Flüssigkeit, am besten Wasser und ungesüßten Tee
  4. Zeit nehmen zum Essen, mindestens 20 bis 30 Minuten pro Mahlzeit
  5. Ausreichend regelmäßige Bewegung
  6. Entspannung & Pausen vom stressigen Alltag nehmen

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