Allergie im Sommer

Was Linderung verschaffen kann

Stand: 17.06.2021

Empfehlen über:

Strahlender Sonnenschein, eine warme Sommerbrise, endlich die viel zu lang eingelagerten Sommerklamotten aus dem Schrank holen, doch dann: Die Nase läuft, die Augen jucken und tränen, man fühlt sich krank. Häufige Ursache ist der weit verbreitete Heuschnupfen. Worum es sich genau handelt und was man tun kann, erfahren Sie hier.

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist die Allergie gegen Pollen, die häufig durch Gräser Getreide, frühblühende Bäume und Kräuter ausgelöst wird. Diese kommt häufig im Frühjahr und im Sommer vor, kann jedoch aufgrund unterschiedlicher Auslöser auch das ganze Jahr andauern.

Häufige Auslöser

  • Gräser
  • Getreide
  • Birke
  • Hasel
  • Erle
  • Wildkräuter

Was passiert im Körper?

Da die Pollenallergie zum Soforttyp (Allergie vom Typ 1) unter Beteiligung von IgE-Antikörpern gehört, reicht bereits eine kleine Menge der auslösenden Pollen aus, um eine sofortige Reaktion zu verursachen. Beim Kontakt mit den Allergenen werden Histamine ausgeschüttet. Danach reagiert der Körper mit folgenden Symptomen:

  • Tränen und Jucken der Augen, teilweise Bindehautrötung
  • Fließ- oder Stockschnupfen
  • Husten, Pfeifen, Luftnot (Asthma)
  • Hautreaktionen / Ausschlag / Quaddeln
  • Kopfschmerzen / Migräne / Lichtempfindlichkeit
  • Schlafstörung / Konzentrationsschwierigkeiten / Müdigkeit

Warum manche Menschen auf Pollen reagieren und andere wiederum nicht, ist noch nicht geklärt. Bisher weiß man, dass genetische Vorbelastung, übertriebene Hygiene, Luftverschmutzung, Haustiere, Nicht-Stillen und schlechte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wie zu viel Fleisch, Alkohol und Fett sowie zu wenig Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß, das Risiko, Allergien zu entwickeln, erhöht.

Kreuzallergien

Viele Menschen, die an Heuschupfen leiden, haben oft an sogenannten Kreuzallergien, meist Nahrungsmittelallergien. Das Immunsystem kann die beiden Stoffe nicht unterscheiden und reagiert somit auch auf die Nahrungsmittel.

Häufige Kreuzallergien von Allergikern gegen frühblühende Bäume wie Birke, Hasel und Erle sind Nüsse und einige rohe Obstsorten (Äpfel, Birnen, Kirschen und Mandeln).

Bei Allergien gegen Kräuter wie Beifuß reagiert der Körper häufig auf Korbblütler wie Löwenzahn und Kamille sowie auf Nachtschattengewächse wie Tomaten und Paprika.

Bei Allergiker gegen Gräser- und Getreidepollen kommen häufig Reaktionen auf Soja, Erdnuss, Hausstaubmilben und Vogelfedern vor.

Risiko Etagenwechsel

Werden die beginnenden Entzündungsreaktionen des Körpers und damit eine "harmlose" Allergie nicht behandelt, kann es dazu kommen, dass diese Entzündungen chronisch werden und alle oberen Atemwege (Bronchien und Lunge) erkranken. Das nennt man im Fachjargon Etagenwechsel. Schlimmstenfalls kann ein Heuschnupfen zum allergischen Asthma werden.

Gesunde Ernährung

Durch eine angepasste Ernährung kann der Körper in der Pollenzeit unterstützt werden, um die allergischen Reaktionen zu lindern.

Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und kann das auslösende Histamin binden. Äpfel, Paprika, Zitrusfrüchte oder Petersilie sind reich an Vitamin C.

Bananen, Nüsse, Samen und Sprossen enthalten eine Menge Magnesium. Es trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Omega-3-Fettsäuren, enthalten in Lachs, Makrelen, Walnüssen und Leinsamen, können die Entzündungen im Körper mindern und somit dem Heuschnupfen entgegen wirken. 

Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und Erhaltung gesunder Haut bei.

Auch über CBD wird gemutmaßt, dass es die Symptome von Heuschnupfen lindern oder gar vorbeugen kann. Hier wird weiter geforscht.

Helferlein aus der Natur

Das Ziel der Naturheilkunde ist es, die Regulierung des Immunsystems zu unterstützen. Da dies ein ganzheitlicher Ansatz ist und nicht nur die Symptome bekämpft werden, lässt sich in der Naturheilkunde eine dauerhafte Hilfe sehen. Bekannt natürliche Unterstützung sollen folgende Pflanzen bieten:

  • Pestwurz
  • Kleiner Goldregen
  • Schwarzkümmelöl
  • Brennnesseltee
  • Sonnenhut
  • Sonnenblumenkerne
  • Linsen
  • Äpfel

Was man noch machen kann

  • Um die Schleimhäute nicht unnötig zu belasten, sollte man abends vor dem Schlafen gehen, Haare und Gesicht ordentlich waschen. Hier werden die angesammelten Pollenrückstände entfernt.
  • Gewaschene Kleidung sollte nicht draußen an der frischen Luft getrocknet werden, damit sich die Pollen nicht in der sauberen Kleidung ansammeln.
  • Die Wohnung sollte morgens zwischen 6 und 8 Uhr gelüftet werden, da zu dem Zeitpunkt die Pollenbelastung in der Luft am geringsten ist.
  • Beim Fahren mit dem Auto sollte darauf geachtet werden, einen Innenraumluftfilter zu verbauen, der auch gegen Pollen wirksam ist. 

Histamin-Unverträglichkeit

Viele Menschen leiden immer wieder unter allergieähnlichen Symptomen. Nach der Aufnahme verschiedener Nahrungsmittel treten Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Nesselausschlag, Magenkrämpfe oder Durchfall in unterschiedlicher Intensität auf.  hervorzurufen. Auch Fließschnupfen, Atemnot, Schwindel oder gar Herzrasen sind möglich. 

Mehr lesen

CBD statt THC

Hanf gehört zu den wertvollsten Nutzpflanzen auf der ganzen Welt. Es wird zu zahlreichen Produkten verarbeitet und ist ein wertvoller Rohstoff für die Zukunft. Neben der Nutzung als Nahrungsergänzung und Lebensmittel ist die Pflanzen beliebt für die Herstellung von zahlreichen Papier- und Textilprodukten und aus den Hanffasern werden Dämm- und Isolierstoffe gewonnen.

Mehr lesen

Vitamin C-Bombe

Auch wenn sie sich äußerlich ähneln, so hat unsere heimische Kirsche nichts mit der kirschförmigen Frucht der Acerola gemein. Die knallrote runde Acerola-Kirsche zählt zu den Vitamin-C-reichsten Früchten weltweit. Mit ihrem säuerlichen Geschmack erinnert die Acerola eher an einen Apfel. Sie verdirbt rasch, weshalb sie meist ganz frisch zu Saft oder Pulver verarbeitet wird.

Mehr lesen

Empfehlen über:

Weiterscrollen, um zum nächsten Artikel zu gelangen