Immunstark jetzt

So funktionieren die körpereigenen Abwehrkräfte

Stand: 03.01.2022

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Täglich sind wir unzähligen Viren, Bakterien und Keimen ausgesetzt. Um an ihnen nicht zu erkranken, hat der Körper einen komplexen Verteidigungsmechanismus entwickelt – das Immunsystem. Verschiedene Barrieren hindern fremde Mikroorganismen daran, in den Körper einzudringen. Die Haut, Schleimhäute, Speichel oder auch der Nies- und Hustenreflexstellen stellen hierbei das äußere Schutzschild dar, das Fremdkörper auf physikalische und auch chemische Art abhält. Im Körperinneren wehren Säuren, Sekrete und gesunde Bakterien krankmachende Viren ab.

MISSION IMMUNABWEHR: HIER PASSIERT´S

  • ENZYME, wie Lysozym in Tränen und Speichel, greifen die Zellwand der Viren an und machen sie auf diese Weise unschädlich.
  • SCHLEIMHÄUTE in der Nase oder in den Bronchien fangen Fremdstoffe ab, die über die Flimmerhärchen abtransportiert werden. Die Schleimhaut erneuert sich ständig, um Fremdstoffe abfangen zu können.
  • DER SÄURESCHUTZMANTEL der Haut wehrt dank seines pH-Wertes von 5,5 viele Keime ab. Sie können in diesem sauren Milieu nicht überleben.
  • SAURE SEKRETE, wie die Magensäure, hemmen das Wachstum von Viren und schädlichen Bakterien oder töten sie ab.
  • BAKTERIEN IM DARM verhindern, dass Viren, die den Weg über die Speiseröhre bis in den Darm überleben konnten, in die Darmwandzellen eindringen.

DER KÖRPER WEHRT SICH

Die allgemeine Abwehr ist nicht auf bestimmte Erreger spezialisiert, sondern stellt sich vehement allen Arten in den Weg und hindert sie daran, unseren Organismus zu schwächen. Gelangt ein Fremdkörper, zum Beispiel ein Virus, in unseren Körper, beginnt sofort die Immunreaktion. Vermehrt werden nun Lymphozyten, weiße Blutkörperchen, ausgeschüttet. Zu den Lymphozyten gehören Makrophagen, die sogenannten Fresszellen, T- und B-Lymphozyten und auch Killerzellen. Anfangs umschließen und vernichten Makrophagen die Fremdlinge. Reicht das nicht aus, rufen sie nach Unterstützung. Durch chemische Signale werden nun T- und B-Lymphozyten informiert. B-Lymphozyten suchen nach passenden Antikörpern, so dass entsprechende Abwehrstoffe gebildet werden können. Ist das Virus schon in eine Körperzelle eingedrungen, ist es für die Makrophagen unsichtbar. Jetzt werden die T-Lymphozyten gerufen, um Killerzellen zu aktivieren. Diese sind in der Lage, befallene Körperzellen zu finden und zu beseitigen.


DAS IMMUNSYSTEM LERNT

Dieser Prozess dauert in der Regel drei bis vier Tage, erst dann beginnt die eigentliche Immunabwehr. Es werden vermehrt Sekrete produziert und der Nies- oder Hustenreflex setzt ein, um krankmachende Erreger aus dem Körper zu transportieren. Um diese Entwicklung zu optimieren, muss sich das Immunsystem die Erreger merken. Im Laufe einer Erkrankung werden Gedächtniszellen gebildet, in denen der Aufbau des Virus gespeichert wird. Befällt dieses Virus erneut den Körper, kann er sich wesentlich schneller wehren, bestenfalls merkt man davon gar nichts. Man ist nun immun und hat eine spezifische Abwehr gebildet. In einigen Fällen, wie bei Windpocken oder Masern, hält dieser Schutz ein Leben lang, in anderen Fällen muss die Immunität immer wieder erneuert werden, zum Beispiel bei einer Grippe. Dieser Ablauf setzt sich durch eine erneute Erkrankung in Gang, kann aber auch durch eine Impfung erzielt werden. Der Körper wird wiederholt dem Erreger ausgesetzt, so dass dieser entsprechende Antikörper und Gedächtniszellen ausbilden kann.

WENN DIE ABWEHR SCHWÄCHELT

Dieses ausgeklügelte System funktioniert automatisch von Geburt an. Dennoch können verschieden Faktoren dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt wird. Mögliche Gründe: Stress, Rauchen, Alkohol oder Medikamente lassen freie Radikale im Körper entstehen, die gesunde Zellen im Körper angreifen. Zudem liefert eine unausgewogene Ernährung den Immunzellen nicht genügend Energie, um aktiv zubleiben. Aber auch Krankheiten oder hormonelle Umstellungen wirken sich negativ auf die gesunde Abwehr aus. Ein geschwächtes Immunsystem erkennt man an andauernder Müdigkeit und Abgeschlagenheit, langen Krankheitsverläufen, häufigen Erkrankungen, an vermehrt allergischen Reaktionen, Haarausfall oder Hautirritationen. Treten diese Symptome über einen langen Zeitraum auf, sollte der Immunstatus fachmännisch untersucht werden. Oft hilft es schon, die ungesunden Faktoren zu minimieren und gesunde Routinen zu entwickeln.

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