Lebe(r) wohl!

Den Stoffwechsel mobilisieren

Stand: 25.08.2021

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Langes Sitzen, Nahrungsmittel im Überfluss, viel Salz und Fette, dazu der fehlende körperlich-sportliche Ausgleich können den Stoffwechsel auch Metabolismus genannt, stark negativ beeinflussen. Das führt dazu, dass sich Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Übergewicht oder Diabetes immer mehr ausbreiten. Etwa jeder vierte Mensch in Deutschland erhält die Diagnose "Metabolisches Syndrom."

EIN DREIKLANG MIT FOLGEN

Zu den Kennzeichen des Metabolischen Syndroms gehören erhöhte Blutfettwerte, hoher Blutdruck und Diabetes-Typ-2. Durch die Störungen der Stoffwechselprozesse erhöht sich das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Der Metabolismus ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge im gesamten Körper. Stoffwechselzentrale Nr. 1 ist die Leber. Hier werden der Abbau und die Verwertung von Fetten und Eiweißen geregelt, die fettlöslichen Vitamine E, D, K, A und die Mineralstoffe Eisen, Zink, Kupfer und Mangan gespeichert.

Die Leber sorgt dafür, dass der Körper nicht vergiftet, das heißt, Umweltgifte werden aus dem Blut gefiltert und abtransportiert. Eine weitere wichtige Aufgabe der Leber ist die Umwandlung von Glucose in Fett. Funktioniert dieser Prozess nicht reibungslos, hat das einen negativen Einfluss auf den Insulinstoffwechsel, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Diabetes zu erkranken.

Ein Schaden an der Leber kann schwerwiegende Folgen haben: Entsteht eine Leberzirrhose, vernarbt das Gewebe: Vitamin K wird nicht mehr richtig verstoffwechselt, was die Blutgerinnung stört. Die Aktivierung von Vitamin D wird erschwert, was zu Störungen des Immunsystems führen kann. Der gesamte Stoffwechselprozess funktioniert nicht mehr reibungslos, was negative Auswirkungen auf die Organe und den Hormonhaushalt hat.

ZIVILISATIONSKRANKHEIT FETTLEBER

Knapp ein Viertel aller Erwachsenen in Deutschland leiden an Leberverfettung und es werden immer mehr. Die Ursache liegt in der Lebensweise: ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Übergewicht. Auch Alkoholmissbrauch und bestimmte Medikamente schädigen die Leber. Schlanke Menschen können aufgrund von Eiweißmangel durch eine Unterernährung ebenfalls an einer Fettleber leiden.

Häufige Symptome einer erkrankten Leber sind unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsstörungen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Ob man an einer Fettleber leidet, kann der Hausarzt unter Zuhilfenahme des BMI aus den Blutwerten für GGT und Triglyceride errechnen. Medikamente zur Heilung einer erkrankten Leber gibt es nicht. Ein Umdenken und Umstrukturierender Gewohnheiten ist der einzige Weg, damit die Leber sich erholt. Um die gesunde Leber zu unterstützen, haben sich einige Pflanzen aus der Natur bewährt. Hierzu zählen traditionell: Artischocken, Mariendistel, Löwenzahn, Schafgarbe oder auch Kurkuma.


LEBERFREUNDLICHE ERNÄHRUNG

In Bezug auf die Fettleber hört man immer wieder den Begriff des Intervallfastens. Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der man innerhalb von 24 Stunden 16 Stunden auf Nahrung verzichtet und in den restlichen acht Stunden nur zwei Mahlzeiten zu sich nimmt. Man lässt einfach Frühstück oder Abendessen ausfallen. Für die Leber hat dass den Vorteil, das sie sich zwischen den Mahlzeiten ausruht und regeneriert. Denn die Leber ist ein phänomenales Multitalent, das sich selbst heilen kann. Es kommt zu irreversiblen Schäden, wenn die Leber über lange Zeit zu stark belastet wird. Es drohen Leberzirrhosen bis hin zur Tumorbildung. Neben Essenspausen sollte man auf jeden Fall darauf achten, was man zu sich nimmt. Ideal ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit vielen inulinhaltigen Lebensmitteln, wie Artischocken, Agavendicksaft, Knoblauch, Zwiebeln, Pastinaken oder Endiviensalat. Generell sollte auf dem Teller die Hälfte jeder Mahlzeit aus stärkearmem Gemüse, Salat, Obst und hochwertigen Ölen bestehen. Zu einem Viertel kommen Eiweiße, in Form von Fisch, Hülsenfrüchten oder Milchprodukten hinzu. Der Rest kann mit Vollkornprodukten, wie Nudeln oder Reis, abgedeckt werden. Wer gerne Kartoffeln isst, sollte sie vordem Verzehr vollständig abkühlen lassen. Das reduziert den Stärkeanteil und ist somit leichter bekömmlich für die Leber. Gewürze wie Ingwer oder Kurkuma sind wohltuend für die Verdauung.

SPORT ALS EFFEKTIVE THERAPIE

Eine Studie der Deutschen Krankenversicherung (Juli 2018) zeigte, dass sich in Deutschland lebende Menschen für gesund und fit halten. Gemäß der Studienergebnisse sind sie es aber gar nicht. Laut WHO bedeutet eine ausreichende Bewegung 150 Minuten moderarte Bewegung oder 75 Minuten intensive Aktivität in der Woche. Das schaffen in etwa nur 40 Prozent der Befragten. Diese dauerhafte Unbeweglichkeit schwächt den Stoffwechsel und hat so auch einen großen Einfluss auf die Lebergesundheit. Nur 25 Minuten zügiges Gehen oder 10 Minuten schnelles Radfahren am Tag, unterstützen die Gesundheit.

 
Mehr Informationen rund um das Thema Leber gibt es hier von Heilpraktikern Silke Mörchen anschaulich in einem Video dargestellt.


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