Wilde Kräuter

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Überblick

Stand: 16.06.2021

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Momentan sprießt und wächst es überall, egal ob auf der großen Wiese oder aus der kleinen Ritze am Gehsteig. Viele nennen es Unkraut, die Kenner sehen in jedem Grün einen wertvollen Schatz der Natur. Seit jeher werden Kräuter gesammelt und gegessen oder als natürliche Arznei genutzt. Die Inhaltsstoffe sind sehr vielfältig und wirken ganz unterschiedlich.

In Deutschland gibt es zirka 3000 bis 4000 verschiedene Kräuter, die man zum Verzehr sammeln kann. Für einen leckeren wilden Salat sollte man allerdings darauf acht, wo man die Kräuter einsammelt. Nicht geeignet sind Straßenränder an vielbefahrenen Straßen, Hundewiesen oder Wege an gedüngten Feldern. Da Wildkräuter ihre Nährstoffe über die Erde und die Luft aufnehmen, sollte man genannte Stellen unbedingt meiden. Gut geeignet sind Waldränder, weite Wiesen, Stadtparks, eigentlich alles, wo nicht viele Menschen und Autos unterwegs sind. Hier ist der Boden nicht belastet und die Kräuter schmecken besonders lecker.

Wichtig: Anfangs sollte man sich an fachkundige Menschen wenden, die einem die Wildkräuter und deren Wirkung genauestens erklären, um eine Überdosierung oder Verwechslungen zu verhindern. Manche Kräuter sind in hoher Dosis reizend, allergieauslösend oder giftig und können Durchfall und Erbrechen auslösen. Außerdem sollte jeder immer nur so viel sammeln, wie man für den Eigenbedarf benötigt und die Pflanze weiterleben kann. Wurzeln sollten möglichst in der Erde belassen werden. 

DAS IST DRIN UND SO WIRKT ES IN DER PFLANZE

Wildkräuter sind reich an Ballaststoffen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen, die die Pflanze vor natürlichen Fressfeinden schützen oder mit den ätherischen Ölen und Farben Insekten anlocken, die für eine Verbreitung der Pollen sorgen.

Inhaltsstoffe von A bis Z

ÄTHERISCHE ÖLE

  • Komplexe Verbindungen aus verschiedenen Einzelkomponenten
  • Sind für den intensiven, aromatischen Duft vieler Pflanzen verantwortlich
  • Verdunsten rückstandslos, verflüchtigen schnell

Verwendung in der Naturheilkunde: krampflösend, bei Husten, beruhigend auf Magen und Darm, durchblutungsfördernd

Enthalten in: Kamille, Ringelblumen, Knoblauchrauke

BITTERSTOFFE

  • Schutz gegen Fressfeinde
  • In großen Mengen giftig für Mensch und Tier
  • Binden überschüssige Säuren

Verwendung in der Naturheilkunde: Unterstützen die Fettverdauung, steigern Magen- und Gallensaftproduktion, verringern Heißhunger

Enthalten in: Löwenzahn, Scharfgarbe, Gänseblümchen

CAROTINOIDE

  • Vorstufe des Vitamin A
  • Verantwortlich für die gelblich, rote Färbung von Pflanzen
  • Gelten als Antioxidans

Verwendung in der Naturheilkunde: Trägt zur Augengesundheit bei, stärken das Bindegewebe, präventiv als Antioxidans eingesetzt

Enthalten in: Gewöhnliche Vogelmiere, Brennnessel, Johanniskraut

CUMARIN

  • Natürlicher Duft- und Aromastoff
  • Erkennbar am typischen würzigen Geruch, zum Beispiel bei Zimt oder Waldmeister
  • Wird oft als Duftstoff in Kosmetika verwendet

Verwendung in der Naturheilkunde: traditionell bei rheumatischen und arthritischen Schmerzen, zur Durchblutungsförderung, zur Stärkung der Nieren

Enthalten in: Arnika, Gänsefingerkraut, Honigklee

FLAVONOIDE

  • Für die gelbe Farbgebung vieler Pflanzen verantwortlich
  • Soll ein wirksamer Schutzschild gegen freie Radikale sein
  • Dienen der Anlockung von Bestäubern

Verwendung in der Naturheilkunde: wohltuend für das gesunde Herz-Kreislauf-System, bei Beschwerden der Leber, durchblutungsfordernd, bei leichten Depressionen

Enthalten in: Frauenmantel, Königskerze, Weißdorn

GERBSTOFFE

  • Zerlegen Proteine in einzelne Aminosäuren
  • Schutz vor Temperaturschwankungen
  • Erschweren das Eindringen von Bakterien

Verwendung in der Naturheilkunde: wirken zusammenziehend auf Schleimhäute, zur Wundheilung, eingesetzt bei Magen- und Darmentzündungen, leichten Durchfällen, bei Entzündungen im Mund und Rachenraum

Enthalten in: Beifußwurzel, Blutwurz, Gundermann

INULIN

  • Eine Mischung aus Mehrfachzuckern
  • Schützt die Zellmembranen und verbessert die Wasseraufnahme von Pflanzen
  • Wirkt probiotisch

Verwendung in der Naturheilkunde: dient den nützlichen Milchsäurebakterien im Darm als Nahrung, appetithemmend, fördert die Verdauung

Enthalten in: Große Klette, Wegwarte, Quecke

SAPONINE

  • Zeigen eine schützende Wirkung gegen Insektenfraß und Pilzbefall
  • Haben die Fähigkeit Öle im Wasser zu lösen
  • Zerfallen bei großer Hitze

Verwendung in der Naturheilkunde: sollen harntreibend und schleimlösend wirken, bei Erkrankungen der Atemwege und Magengeschwüren

Enthalten in: Goldrute, Schlüsselblume, Efeu

SCHLEIMSTOFFE

  • Schutz vor Verletzung
  • Unterstützung der Wundheilung
  • Antibakteriell, somit schützend vor Bakterien

Verwendung in der Naturheilkunde: äußerlich eingesetzt zur Linderung von Schwellungen und Entzündungen, bei Furunkeln und Verletzungen wie Hautabschürfungen, Quetschungen, Verstauchungen, bei Akne und Insektenstichen

Enthalten in: Beinwell, Taubnessel, Huflattich

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