Langschläfer

So viel Schlaf brauchen wir

Stand: 13.07.2021

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Durchschnittlich schlafen erwachsene Menschen sieben bis acht Stunden täglich. Einige von ihnen behaupten, dass Sie mit nur vier Stunden auskommen und andere brauchen ganz unbedingt zehn Stunden Schlaf, um gut erholt zu sein. Dies ist oft von Alter, Gesundheitszustand, Stress, Ernährung oder Medikamenten abhängig.

WIEVIEL SCHLAF TUT UNS GUT?

Aufgrund von äußeren Verpflichtungen oder Stress neigen manche Erwachsene dazu, den Schlaf als weniger wichtig wahrzunehmen und vernachlässigen ihre Schlafroutinen. Wer gesunde Rituale beherzigt und möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit zu Bett geht, der hat oft weniger mit Schlafstörungen zu kämpfen.

Auch wichtig: Aufgrund einer stärkeren Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn, und damit verbunden mehr Gehirnaktivität, benötigen Frauen mehr Schlaf als Männer, da das weibliche Gehirn länger zum Regenerieren braucht. Ältere Menschen kommen grundsätzlich mit weniger Schlaf aus. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass der Schlaf ausreichend lang ist.

Wissenschaftler warnen vor zu wenig Schlaf. Wer weniger als sechs Stunden schläft, gibt dem Körper kaum die Chance, sich komplett zu regenerieren. Es drohen Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Übergewicht. Ebenso kann die Empfindlichkeit gegenüber Insulin gesenkt werden, was zu Diabetes führen könnte.

Neugeborene und Kleinkinder benötigen sehr viel Schlaf, da die zahlreichen neuen Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet werden müssen. Allerdings zeigen Kinder, im Gegensatz zu Erwachsenen, oft keine Anzeichen von Müdigkeit. Daher ist es für Kinder sehr wichtig, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten. Zu wenig Schlaf kann zu einer Hyperaktivität während der Wachzeiten führen.


SCHLAFHORMONE

Ein wichtiger Faktor für einen guten Schlaf sind die Hormone. Nur wenn diese im Einklang funktionieren, schläft man gut und wacht erholt auf. Die drei wichtigsten Schlaf-Hormone sind ADENOSIN, MELATONIN und NORADRENALIN.

ADENOSIN - DER MÜDEMACHER: Wer lange wach bleibt, merkt irgendwann, dass die Augenlider immer schwerer werden, die Konzentration schwindet und der Körper schwächer wird. Diese Vorgänge laufen von uns unbeeinflussbar ab und werden vom Neurotransmitter Adenosin gesteuert. Er hemmt aktivierende Botenstoffe wie den Wachmacher Noradrenalin und sorgt dafür, dass wir unwiderruflich müde werden. Der Blutdruck und die Körpertemperatur sinken, die aktiven Körperfunktionen fahren nach und nach herunter. Mit Koffein kann man die Einschlafzeit zwar verzögern, doch irgendwann reicht auch der stärkste Kaffee nicht mehr aus, uns munter zu halten.

MELATONIN - DER SCHLAFFÖRDERER: Sobald es dunkel wird, produziert unsere Zirbeldrüse das Hormon Melatonin. Es regelt den Tag-Nacht-Rhythmus und lässt uns bei Ausschüttung automatisch müde werden. Der Energieverbrauch wird heruntergesetzt, Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Tagsüber ist der Melatoninspiegel bis zu zwölf Mal niedriger als nachts. Je älter man wird, umso geringer wird die körpereigene Melatonin-Produktion.

NORADRENALIN - DER WACHMACHER: Noradrenalin wird in Situationen ausgeschüttet, die unser Gehirn als stressig oder gefährlich interpretiert. In Kampf- oder Flucht-Situationen versetzt es den Organismus in einen Überlebenszustand, in welchem alle unnötigen Funktionen ausgeschaltet sind. Die Emotion, die wir in solchen Situationen verspüren, ist Angst. Für den Körper bedeutet das höchste Alarmbereitschaft, an Schlaf ist nicht zu denken. Für einen erholsamen Schlaf ist es unerlässlich jede Form von Stress zu reduzieren. Aufregung und Streit, Arbeitsüberlastung oder Sport am späteren Abend rauben uns den Schlaf.

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